2015-Medoc 4

letzte Aktualisierung
28.06.2017

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LT-Schneewittchen

14. Internationaler 50km Westerwaldlauf oder „ Auf der Schneewittchenstrecke eine weiße Schnecke“.

Heute startete ich zusammen mit Bernd Zitzen er bekanntlich sehr Lauferfahren (zurzeit im Trainingsrückstand), Kitano (1,5 Jahre Junghund) völlig Laufunerfahren und ich im absoluten Trainingsaufbau, im Rahmen des Rengsdorfer Volkswandertag (Westerwaldmarsch) von DLV genehmigter 50 Kilometer Volkslauf.

Wir entschieden uns für die Teilstrecke 32 Kilometer und mischten uns unter die Laufgemeinschaft. Weil Hund Kitano noch keine Wettkampferfahrungen hat, starteten wir ganz hinten. Kitano war ganz aufgeregt und markierte zu Beginn direkt nach dem Startbereich alles was ihm wichtig erschien. Bernd kam nicht zum Zuge, unter Rücksicht meiner Freude als Schneewittchen „ wir befanden uns direkt zu Beginn zu meiner Überraschung auf dem Zwergenweg“ und schon verschwand ich immer zum fotografieren von Zwergen Mitten im Wald.

So lernten wir den Wanderer Markus kennen. Markus war mir sehr auffällig, denn er hatte den größten Wanderrucksack für 32 Kilometer auf dem Rücken. Und beantwortete meine Frage mit den Worte: „Man kann ja nie wissen, ich bin gerüstet für alle Eventualitäten für Sturm, Gewitter oder Krieg“. Kommentarlos nahm ich wahr, heute ist schon ein tolles Wetter ein Ultraläufer nimmt eben nur das notwendigste mit. Und somit trennten sich unsere Wege mit Abwechslungsreichen Laufmethoden wie Laufen und Wandern und Bernd konnte sich viele Geschichten von mir anhören, denn lang ist es her wo wir zusammen eine lange Strecke gelaufen sind. Heute fanden meine Worte endlich wieder Raum und Zeit. Kitano freute sich des Lebens, denn viel Bewegung auf der Strecke und endlich mal richtig über den Blätterwald zu laufen „ so das alles aufwirbelte“ ist genau das richtige für einen Australien Shepard. Und für uns Laufmenschen ist dieser anspruchsvoller Funlauf mit Trailcharakter genau das richtige. Jedes Jahr eine neue Streckenführung, gilt es hier unbedingt mal zu loben. Und man wird ständig belohnt mit verschiedenen Sommerdüften und gelbe Felder von Rapsöl oder Schneewittchen entdeckt auf der Strecke eine schneeweiße Schnecke.

schnecke

Dann plötzlich ein Platzregen, das kenne ich aus Biel und das kann mich nicht abschrecken. Und schon eröffnete ich ein Wiederholungsthema und quatschte Bernd mit meinen Bielerlebnissen zu. Während ich so erzählte, zog an uns mit einem Lächeln Markus Ganzkörperverpackt mit Regencape und Schirm vorbei. So weit so gut. Dann aber, hörte ich ein aufkommendes Gewitter. Bernd mir hinterher, denn das fand ich gar nicht lustig und Bernd meinte belustigend „ Gewitter das hattest Du in Biel nicht, also kann ja Biel gar nicht so schlimm gewesen sein“. Und schon befanden wir uns an der zweiten Verpflegungsstelle von drei. Alles war heute so lustig und befreiend, denn nach dem sich kein Gewitter entwickelte rächte ich mich bei Bernd mit dem Sprung in eine riesen Pfütze und damit hatte Bernd nicht gerechnet „ er nass und ich trocken“. Was war das einfach nur herrlich und so kam mir das Bild der weißen Schnecke noch mal in den Kopf. Zaghaft schaute sie mich an und verschwand in ihrem Häuschen und ich dachte was für ein interessantes Tier so langsam hier. Ich bin keine Schnecke, ich bin hier Schneewittchen und bin angekommen mit Hund und Bernd nach 32 Kilometer im Ziel nach 6:35 Stunden.

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Rensdorfer Volkslauf_Presse