2015-Medoc 4

letzte Aktualisierung
28.06.2017

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LT-Schneewittchen

Bericht von Bernd Zitzen zum Ultramarathon in Rodgau

Den Ultramarathon kenne ich vom letzten Jahr. Ich hatte das Vergnügen, mit Patricia und Ulli - damals noch ohne seinen vierbeinigen Freund Tobi - dorthin zu fahren. Meine Aufgabe bestand darin, die beiden zu betreuen und anzufeuern. Super, beide hatten es gepackt, hat Spaß gemacht.

Am Sonntag wollte ich selbst aktiv ins Geschehen eingreifen. Mein Ziel war klar definiert:: Ein langer Trainingslauf über mindestens 30 km, 50 km wäre optimal. Die Zeitvorgabe des Veranstalters, 50 km in 6 Stunden zu schaffen, brachte mir die Einsicht, \"nee Bernd die 50 packst du hier heute nicht\".

Also fahre ich gutgelaunt mit meiner \"Taschenrakete Elise\" rauf auf die A3 Richtung Rodgau. Pünktlich werden die Startunterlagen abgeholt, letzte Vorbereitungen treffen. Da treffe ich in der Menschenmasse doch tatsächlich Patricia und etwas weiter des Weges angeleint Tobi, ganz sehnsüchtig auf sein Herrchen Ulli wartend, der noch seine Unterlagen holt. Alle sind dann schließlich pünktlich am Start.

Es erwartet uns ein schön zu durchlaufener abwechslungsreicher flacher 5km-Rundkurs durch Wald und Felder. Die erste Runde läuft wie geschmiert, ich denke nicht an meinen linken Fußballen, der mir in der Vergangenheit schonmal Probleme bereitet hat. Doch genau dieser Körperteil signalisiert mir: \"Fußballen an Gehirn, ich tue jetzt weh !\" Ein stechender Schmerz fährt mir durch die Glieder. Ich bin erst in der zweiten Runde, an laufen ist grade nicht zu denken, also kurz anhalten, Schnürsenkel lösen, Strumpf richtig hochziehen und Schnürsenkel wieder richtig festmachen. So müsste es wieder gehen oder laufen, dachte ich. Nein, diesmal liege ich falsch, denn im weiteren Verlauf des Rennens wurden die Schmerzen immer schlimmer. Inzwischen in der dritten Runde angekommen sagt mir eine Mitläuferin: \"Ja solche Tage gibt es, da geht halt nichts mehr.\" Wie recht sie in dieser Situation hat.

Ich bin bei km 15 ausgestiegen und an diesem Tag an meine Grenzen gekommen. Ich wollte trotz meiner mentalen Stärke und meiner Erfahrung nicht mehr weiterlaufen und das war im Nachhinein betrachtet gut so. Es zeigt mir wieder mal, dass die Gesundheit das wichtigste Gut ist und die Signale des Körpers ernst genommen werden müssen. Schließlich soll unser Sport Laufen Spaß machen und ich möchte meine geliebten Laufschuhe nicht an den Nagel hängen müssen.

Euer Bernd