2015-Medoc 4

letzte Aktualisierung
28.06.2017

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LT-Schneewittchen

Laufbericht 50 km Silvester-Ultralauf in Lilienthal Grasberg  

Silvestermorgen geht es guter Dinge zum Carsten nach Lilienthal. Bruder Uwe erklärt sich bereit, mich dorthin zu chauffieren. Dort angekommen, begrüßt mich eine Pylone rot-weiß strahlend, mir den Weg zur Abholung der Startunterlagen zu weisen, was mir auch ohne Kollision mit dieser gelingt. Wer Patricias vorherige Laufberichte gelesen hat, weiss was ich meine, hihi. Dort finde ich ca. 30 Läuferinnen und Läufer vor, alle mit dem Ziel, entweder die halbe, ganze oder die Ultramarathondistanz zu bezwingen. Carsten erklärt uns am reichlich gedeckten Verpflegungstisch den Verlauf der Strecke. Es muß eine 3,02 km Runde durch das Adolphsdorfer Land vorbei an Einfamilienhäusern, kleinen Geschäften und Bauernhöfen überwiegend auf asphaltierten Wegen gelaufen werden. Schöne Strecke, dachte ich, da kann ich mich auch nicht verlaufen, denn das tue ich ja gerne schonmal. 16 mal musst du die Runde laufen, dann zum Schluß eine kurze Pendelstrecke 2x1 km.
Um 10 Uhr fällt der Startschuß. Ich bin gut dabei, das Wetter meint es gut mit uns, von Winter keine Spur, etwas Wind, sommerliche Temperaturen. Da, plötzlich nach der ersten Runde taucht sie wieder auf, die Pylone, und ich weiche aus, damit ich ihr keinen Schaden zufüge. Dies sollte mir auch im weiteren Verlauf des Rennens gelingen. Immer wieder werde ich von schnelleren Läufern überrundet, was mich erst recht motiviert, weiterzulaufen. 14 Runden vergehen schnell, von Eintönigkeit keine Spur. Am Verpflegungstisch das eine oder andere Schwätzchen mit meinen Laufkollegen, das muss sein, wir sind ja schließlich nicht auf der Flucht, eine Gruppe Kinder, die mir spielend und mit leuchtenden Augen zuwinken, eine Kolonne alter Traktoren, die mir schnaufend und polternd begegnen. Jetzt muss ich mich aber beeilen, es wird schon dunkel, hab meine Stirnlampe und Sicherheitsweste vergessen. Ruhig Brauner, du packst die letzten 8 km auch noch. Die Pylone ist nun auch schon nicht mehr an ihrem Platz, sie hat sich wohl ins Warme verkrochen. Es fängt nun auch an zu regnen und wird kalt, verständlich, daß sie das tut.

Was soll ich euch sagen: 50 km geschafft in 7.32 Stunden, gar nicht so schlecht für meinen 12. Ultra/Marathon im Jahr. Die vorher absolvierten Laufkilometer stecken mir schon in den Knochen. Danke lieber Körper und Geist, daß ihr mich nicht in Stich gelassen habt. Ich bin stolz auf euch, 2012, ich bin bereit für weitere Events.

Euer Bernd