2015-Medoc 4

letzte Aktualisierung
28.06.2017

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LT-Schneewittchen

Wer im Winter trainiert der fliegt im Sommer oder Rodgau 2011 und die Dixi Toiletten

Auf 18 Kilometer gelingt mir ein hoch und runter durch den Ennert – ohne Gehpausen- durch den Zauberwald. Und somit war ich fit, für Rodgau in Hessen. 933 Teilnehmer standen am Start,   ziemlich viele Frauen (228) und überhaupt wo war ich gelandet zu einem Klassentreffen in der Ultraszene. Mein Magen so glaubte ich zuerst - ordnete ich ein in Symptom Lampenfieber-. Das Wetter war Klasse eisig und 9 Stunden Sonnenschein. Eine 5 Kilometerrunde die sehr abwechslungsreich zu belaufen war, schaffte ich 5-mal in stabilen Zeiten um die 33 Minuten. Dann aber machte sich mein Magen bemerkbar und somit lernte ich in Folge mehrmals die Dixi -Toilette kennen. Die Bauschmerzen weiteten sich aus in Unterleibschmerzen und das kostet Energie. Ja, und wenn man zu schnell angeht und man gerade vor knappen 4 Wochen 50 Meilen (80,5 Kilometer) läuft, soll sich nicht wundern wenn die Beine übersäuern. Mensch, was können Beine von innen komisch zittern. Lauter Krisen, lauter Menschen die ich quasselnd nicht verstehe denn hessisch muss ausländisch sein. Wie ist nun so ein Rennen noch zu rennen? Man macht einen sterbenden Eindruck und dann kommt Bernd Z. mein Laufkollege (der sich als Motivator vorstellte heute nicht zu laufen) auf die Strecke. Er sprach Deutsch und Rheinländisch - die Sprachen die ich verstehe und selbst spreche. Er suchte zu meiner Belustigung Eis auf der Strecke und wurde teilweise fündig. Er entschuldigte sich bei jedem zum Begleitlaufen und aß sich bei der Verpflegungsstelle durch. Ich derweilen lernte mich mal anders kennen. Ich sehnte das Ziel herbei und wollte mich schlafen legen. Von 228 Frauen, schaffte ich es auf Platz 89 und unter 933 Teilnehmer den Gesamtplatz 469. Dann ist es auch in Ordnung, wenn man sich nach diesem Lauf wie alte Frau fühlt. Ein Recht auf Regeneration habe ich, in dem man bei Radio-Bonn-Rhein-Sieg ABBA Konzert Karten gewinnt. Mein Tag sollte noch nicht zu Ende sein! Also, ab nach Hause und stylen um dann pünktlich zu ABBA. Die anderen Gewinner von Radio Bonn Rhein Sieg habe ich auch kennengelernt. Bei der Begrüßung bin ich fast rückwärts die Tribüne runtergefallen, weil ich nach dem Lauf leichte Stehstandkoordinations-schwierigkeiten hatte. Ha, war lustig. Ich konnte mich retten. Dann ein auf und nieder zum tanzen   " Dancing Queen" und immer wieder der Begleitgedanke aufgrund der Muskeln die sich immer wieder meldeten, lösten bei mir den Gedanken aus „ Mensch, wie schön bei dieser Musik warst Du noch echt jung und nun merkst Du jeden Muskel“. Sportlich gesehen kam ich aber dazu auch noch zum Oberkörpertraining, klatschen in den Händen trainierten meine Oberarme. Nach dem Konzert hatte ich mich soweit erholt, dass ich zumindest zügiger wieder laufen konnte. Es war ein Lauf zum Mexikaner angesagt. Die Grünphase der Ampel konnte ich bewältigen. Leider erhielt ich dafür keine Medaille und keine Urkunde, hätte ich aber verdient! Beim Mexikaner füllte ich mit einem lecker Essen meine leer gelaufenen Kohlehydratspeicher wieder auf und die Laktate habe ich mit einem mexikanischen Sangria ausgespült. Kirschsaft stand nicht auf der Karte. Alkohol und Ultra lassen einen tief schlafen und nach dem ich mich dann so langsam erholt habe weckte mich pünktlich der Startschuss vom Insellauf. Diesen hörte ich bis zu meinem Bett. Zum Glück bin ich nicht mit Laufsachen schlafen gegangen, sonst wäre ich noch zum diesem Wettkampf gesprintet. LG Patricia