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28.06.2017

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LT-Schneewittchen

Münster Marathon 11.09.2011

Niederlage Schneewittchen oder die Verfolgung.

Mit einer leichten Erkältung im Abklang, wagte ich mich mit der Vorstellung „sich lediglich nur die Stadt anzuschauen“ an den Start zum Münster Marathon. Laufkollege Ulrich Hansmann verweigerte sich wegen Knochenschmerzen ganz und blieb zu Hause. Ich reiste einen Tag vorher an und schaute mir Münster an, die Stadt hat was „ hier werde ich bestimmt noch mal vorbei schauen“. Nette Menschen lernte ich bei der Pasta Party kennen und auch in der Jugendherberge waren genug Marathonis untergebracht, mit denen man schnell in Kontakt kam. Ich frag mich nur immer wieder an dieser Stelle, warum lerne ich immer Männer kennen die eine Zeit von 03:25:00 laufen können. Es ist mir eine Ehre, dass ein Gespräch aufgrund meiner Renngeschwindigkeit nicht schnell zu Ende ist. Denn eher mache ich die Erfahrung man möchte mit mir zusammen als Schneewittchen noch ein Foto zur Erinnerung. Mit einer extrem schlechten Nacht, weil ich in einem vier Bettzimmer untergebracht wurde und eine Gruppe direkt vor meinem Fenster bis 2:00 Uhr morgens das Leben feierte, stand ich mit fehlendem Schlaf am nächsten Tag mitten im Gewühl um ca. nur knappe über 3000 Teilnehmer gemischt mit Marathon- und Staffelläufer in Münster im hinteren Bereich zum Start. Langsam kann ich behaupten ich hab Erfahrung. So sollte dir es ein Zeichen sein, wenn es nur ein Pacemaker von 4:30 Frauenpower gibt. Die ersten Schritte, ziemlich trockene Luft, ich fing zu extrem an zu Schwitzen waren so ziemlich schnell bei mir die Gedanken heute wird es nicht rund laufen. Die ersten über 10 Kilometer sind wirklich nett gemacht, kreuz und quer durch die Stadt und am Anfang viel Pflasterwege führt die Rennstrecke an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Münster vorbei. Ich haderte mit meinem aufkommenden Gefühl, das mir mein Infekt ganz schön in den Beinen saß. Da ich bei Kilometer 11 mein Auto hatte, war dies erst mal mein Ziel zu erreichen. So lief ich mit gutem Körpergefühl zwar weiter, aber ich merkte erst danach das ich mich ziemlich geschwächt und ich mich nicht fit fühlte. Und was mich in der Motivation dann noch mal abbremste war die Tatsache, dass man hier schnell im hinteren Bereich lief und dann verfolgt wird mit super schnell vorbei laufenden Staffelläufern. Nur drei kamen plötzlich von hinten und waren die letzten Marathonis von Münster, die mich ein Stück mit nahmen und dann vor mir doch verschwanden. Und dann wurde ich eine extrem lange Zeit in der Stadt der Räder von einem Schlussauto, Bus, Kehrmaschine und einem Polizeiwagen verfolgt. Gab ich ein wenig Gas, so fuhr das Auto hinter mir mit etwas lauterem Geräusch an mich wieder ran. War ich zu langsam hörte ich nur ein surren. Mit Respekt werde ich jedem letztem Marathonläufer im Ziel gratulieren. Denn das kann ganz schön Nerven! Ich entschied mit aufkommenden Regen, den Ausstieg bei Kilometer 21 zum Shuttelbus.

Schneewittchen hat paar Dinge heute dazu gelernt: Ich kann mit mir ganz alleine zu einem Stadtmarathon fahren. Ich komme mit mir und der Orientierung zurecht, Navi und IPhone sind schon eine tolle Sache. Ich achte nun mehr auf die Teilnehmerzahl und werde nur noch Starten wenn mein Infekt Hustenfrei von 7 Tagen ist. Denn auf Verfolgsjagd hab ich keine Lust, das ist mir zu anstrengend. Und weil der Marathonpreis von 40€ und die Stadt so schön ist, werd ich wieder kommen und dann den ganzen schaffen. In diesem Sinne, fuhr Schneewittchen ohne Medaille nach Hause.

Liebe Grüße Schneewittchen Patricia

 

Münster

Rainer Bierschbach, Patricia Marschall und Norbert Decker
vor dem Start Münster Marathon 2011

Münster