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28.06.2017

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LT-Schneewittchen

23.10.2011 Drachenflug Schneewittchen

Die Aufregung war schon beim Eintritt in die Halle um die Startunterlagen zu holen“ sensationell“. Um sich die Kampfberechtigung Schild mit Nummer zu holen, brach ein Chaos aus. Jeder hatte sich, ob man nun richtig stand oder nicht, eine eigene Strategie überlegt.

So kam man sicher auch in Kontakt und man besprach wie oft man es schon mit dem Drachen des Laufes versucht hatte oder welche Wettkampftaktik sinnvoll sei. Am Start kam eine kurze Ansprache mit der Beschwörungsmeditation „wir schwören dass wir den Bittweg hochrennen“ und es klang wie nehmt den Kampf mit dem Drachen auf.

Die ersten Schritte nach dem Schuss waren leise und man hatte den Eindruck, alle hatten das gleiche vor, die Energie muss eingeteilt werden und sei leise, denn nach vielen der Sagengeschichten heißt es, lebte eins auf dem Drachenfels der Quellkuppe ein solches Untier in einer Höhle und holte sich von Zeit zu Zeit einen Menschen zum Mahl.

 

Ich tarnte mich nicht in Laufbekleidung, diesmal nicht kenntlich als Schneewittchen und nahm mit Schrecken auf mich, die Hexe war ebenfalls unterwegs. Hexe jagte mich nicht, sondern erholte sich an jedem Verpflegungsstand und startete mit neuer Energie immer im Voraus. Sie war mir immer meine Motivation, denn das Bild im Kurvenbereich war echt lustig. Man erblickte immer die Nase und den Besen (die ganze Laufstrecke entlang) und alle Wanderer am Sonntag unterwegs immer mit dem Fragenden Blick zu mir nicht wissend zu Schneewittchen:„ Ist heute Hexenlauf“? „Nein!“, sagte ich immer im kämpferischen gesonnen Ton, „heute ist kein Hexenlauf sondern Drachenlauf“! Das habe ich davon, keiner erkannte mich „ Schneewittchen“.

 

Schneewittchen hatte vor zwei Jahren großen Respekt vor diesem Lauf. Der Drache war für mich zu groß und man benötigt viel Kraft und ich erinnere mich, wie kämpferisch man drauf sein musste diesen zu schaffen. Denn es ist ein 26 Kilometer langer Berglauf und zu schaffen sind  5 Siebengebirgsberge mit 1000 Höhenmeter. Die Ecke um den Drachenfels herum gefällt mir ganz besonders und dieses Jahr zeigte ich besonders dort sportliche wettkämpferischer Haltung. Denn alle Menschen waren am heutigen Sonntag unterwegs, um sich die Baustelle Drachenfels anzuschauen. So verschwand ich plötzlich im Gewühl der Menschen auf dem Drachenfels und hatte mit neuem Orgateam nicht mitbekommen, dass ein Wendepunkt auf der Straße gekennzeichnet war. Also, handelte ich wie in der zweiten genannten Sage, kämpfte mich dem Treppenaufgang hoch zum Drachenschaufenster – zeigte mich und er der Drache sprang wohl schon eher in den Rhein- ich entschloss mich schnell wieder hinunter zu den anderen Läufern hinterher. Das bedeutet an der Drachenburg vorbei durch die Straße der Gartenkunst wurde das Ganze noch mal zusätzlich ergänzt mit weiterem Höhenmeter. Somit kam ich dann diesmal den Bittweg nur noch mit einem Stock hoch.

 

Alle Schneewittchenläufer die heute unterwegs waren, heizten schon mal die Halle auf und so kam ich 200 Meter abgebremst wieder von der Polizei mit den Worten „ Streckensperrung aufgehoben“ in die warme Stube des „Strücher Sall“ und freute mich über bekannte Gesichter, die alle wissen das ich Schneewittchen bin.