Der Wettlauf mit der Zeit oder LT Schneewittchen bei den Bremer Stadtmusikanten

Ich hatte diesen Startplatz mal wieder gewonnen, der Norden will mich! Über dieses Glück freuten sich alle Schneewittchenläufer und meldeten sich alle mit an. Jeder hatte in diesem Jahr einiges erreicht, allerdings waren wir jeder auf seine Weise diesmal nicht gut vorbereitet. Wie im Märchen wurde sich nicht gewundert über „Wer hat von meinem Tellerchen gegessen“, nein der eine beklagte sich über Knochenschmerzen oder der Jahresbedingten Erkältung oder man hat nicht viele Kilometer spulen können. Schneewittchen Patricia verschwand in der Nacht in ein Seemannsheim in Bremen (Luxus Pur und Gastfreundlichkeit exzellent) und schlief tief und fest und holte dann am nächsten Tag  einen ziemlich verschlafenen Schneewittchenläufer von der Jugendherberge Bremen ab. Bernd wurde von seinem Bruder chauffiert im gelben Lotus und in Begleitung Kampfzwerg Dackel der Hund „Ibel“. Nur 10 Gehminuten sind es bis zum Start, auch hier wieder wenige Starter. Unübersichtlich ist das Einchecken, denn wir befanden uns im Startblock ganz vorne wo wir nicht hingehören. Dann ein Lauf der an dieser Stelle sehr empfehlenswert ist, denn hier herrscht Abwechslung PUR! Ein Jubel und Geschreie der Menschen hier, mit Witz und Verstand verstehen die im Norden wieder Party zu feiern. Diese Menschen hier kümmern sich um jeden der läuft. Nur die Veranstalter selbst nicht, denn nach genau 4 Stunden Laufzeit fangen die in Bremen das aufräumen an. Der Besenwagen kündigte an, dass wenn wir bis zum nächsten Schild nicht voran machen, dann würden wir aus dem Rennen genommen werden. Diesmal nicht mit mir! Fast 30ig Kilometer in der Tasche, wieder ohne Medaille nach Hause? Ohne Urkunde? Ohne weitere Verpflegung und ohne Party? So kam Wettkampfgeist in mir auf, denn von weitem sah ich Ulli der mittlerweile wach vor uns unterwegs war, und versuchte zu ihm zu rennen. Da ich einen falschen Läufer im gleichen farblichen Shirt anvisierte, war meine Enttäuschung groß mir keine Unterstützung zu holen „das der Besenwagen drohte“. Hinter mir dann wieder Bernd im Schlepptau ein langsamer Geher, der mit Muskelkrämpfen kämpfte, immer mit den Worten noch im weiteren Verlauf „ das schaffen wir, die machen hier nur Psychoterror“. Und so hatten wir drei unseren Spaß, immer ein Stück voraus, vor dem Besenwagen. Abgelenkt zugegebener maßen, dann doch von Bremer die immerhin auch noch für uns an der Straße standen und auf keinster Weise mit dem demotiviertem Spruch sondern mit einladendem netten Gesten uns mit Kochtöpfen Mut und Feuer zu machen „ Noch ein Schritt, noch ein Schritt“ mit grünen Kaffeetassen und goldenem Rand einzuladen und uns zu verwöhnen mit Käse- oder Salamispiker. Das nenne ich Gastfreundlichkeit! Der Besenwagen der Teilstrecken nicht befahren konnte, tauchte allerdings an einer Kreuzung kurz vor Speicher I auf um uns darauf aufmerksam zu machen, dass wir 7 Minuten zu langsam sind und wir nicht mehr das Ziel erreichen und wir aus dem Rennen genommen werden mussten. Auf eigene Verantwortung ging es für uns weiter, die folgende Strecke incl. Verpflegung wurde in Folge schon mit allen Orientierungshinweisen abgebaut. Und nun spielte Bernd der sich sonst immer wieder gerne verläuft eine wichtige Rolle, denn er fällt gerne über Pylonen. Warum auch immer er die übersieht, nun waren seine Augen nur darauf ausgerichtet damit wir den Weg ins Ziel finden. Denn er wollte unbedingt durch das Weserstadion laufen und dies genießen. Und so kamen wir Stück für Stück voran, Stadion war zwar schon geschlossen aber wir waren wieder im Rennen denn uns kamen Läufer entgegen. Vor uns der Wagen der die Pylonen einsammelte, galt es einzuholen damit wir ab Osterdeich durch das Zielkanal laufen konnten. Und da stand er, Bruder Uwe von Bernd in Begleitung von Ibel und die brüllten und bellten zusammen, so dass Bremen wusste auch wir sind im Ziel angekommen. Und wir, wir fühlten uns wie die Bremer Stadtmusikanten, wir hatten das Rennen gewonnen und den Besenwagen verjagt!

 

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Wenn man dem Esel an die Beine packt und sich etwas wünscht, so soll das in Erfüllung gehen:
“Ich wünsche mir starke Beine!

 

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      Kampfzwerg Ibel

 

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letzte Aktualisierung
28.06.2017

LT-Schneewittchen

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