2015-Medoc 4

letzte Aktualisierung
28.06.2017

Besucherzähler Für Homepage
 

bar

LT-Schneewittchen

Bonn Marathon 2011

Marschall, Patricia (GER)W35 LT Schneewittchen 10 km 01:02:59 Halb1 02:21:11 Halb2 03:01:01 Brutto 05:22:48 Netto 05:22:12

Hansmann, Ulrich (GER)M55 LT Ennert Bonn 10 km 01:02:59 Halb1 02:16:52 Halb2 02:23:58 Brutto 04:41:28 Netto 04:40:51

Bonn1 Bonn2

Bonn Marathon Goodby

Die Deutsche Post trat in diesem Jahr erstmals als Hauptsponsor auf. Knapp 11.000 Teilnehmer vor 200.000 Zuschauer standen am Start des Deutschen Post Marathons.

Und hier lief ich meinen ersten Marathon? Nicht zufrieden war ich, aber der Lauf musste weiterhin sein. Mein Trainingsplan Biel beinhaltete auf alle Fälle jeden Monat ein Marathon. Und fast wäre ich aus dem Bieltraining ausgestiegen, so unzufrieden war ich.

Was war passiert: fangen wir mal von vorne an. Am Start stand ich nun mit Ulrich Hansmann, unser Mitläufer Ernst Bleibaum der sich nicht traut etwas mehr zu laufen, war beim Halbmarathon dabei. Leider sahen wir ihn nicht, ich hatte das Gefühl die Hauptmasse an der Zahl der Halbmarathonläufer überstieg die Starter beim Marathon. Schade, wir hatten also Ernst nicht erwischt. Dann folgte eine wahnsinnige Wartezeit bis zum Start des Marathonlaufes. Wir wurden abgelenkt von Läufern die von außerhalb kamen und sich einfach nicht orientieren konnten. Da ich ja nun auch durch mehrere Starts beim Halbmarathon mich nun sehr gut auskenne, musste ich wohl wie selbstverständlich immer erklärt haben „ wo man nun was fand“. Darauf erklärte mir dann alle, komisch hier es ist aber auch nichts ausgeschildert. Ich wurde an verschiedene Stellen gefragt, wo kommen die Kleiderbeutel hin? Wo kann man sich umziehen? Wo sind hier Toiletten? Stichwort Toiletten, ja wo spart man denn hier? Also, irgendwie hatte ich das Gefühl es war weniger aufgestellt. Wird sich hier weniger gekümmert?

Der Start an sich war in Ordnung, war zusammen mit Ulli leider zu schnell angegangen und dann verließ mich Ulli. Und ich wieder alleine auf weiter Strecke. Dies war auch mein erster Marathon, wo man in zwei Runden laufen musste. Meine Probe hier, war ob ich nun zur zweiten Runde aussteige oder ob ich locker weiter laufe. Das glückte mir und siehe da, ich war in der zweiten Runde unterwegs. Aber irgendwann war es nicht mehr locker und ich merkte ich verlor wieder an Geschwindigkeit. Der Fortschritt war, keine Gehpausen „ ich lief“ trotz Hitze an dem Tag. Am Rhein störten mich die Radfahrer, alle Sonntagsfahrer waren unterwegs am Rhein. Zwischen mir, vor mir. Ich fing an diesen Lauf wirklich mit einem Trainingslauf zu verwechseln, denn an dieser Stelle muss erwähnt werden. Ein großer Teil des Marathons hier, ist meine Trainingsstrecke. Ich stellte in Frage, wer diesen Lauf organisiert hat. Die Deutsche Post (?), hat keine Erfahrungen und sind selbst mit dem Rad unterwegs. Also, nein eine Wettkampfstrecke die nicht abgesperrt ist? Das geht nicht! Ich nehme einen Wettkampf ernst, also müssen die Hauptsponsoren das auch.

Irgendwann befand ich mich auf der Sternstrasse Richtung Marktplatz und das Ziel, da freute ich mich denn ich hatte durch die Anstrengung der Hitze und meinem Training unterwegs mit wenig Essen auszukommen echt Hunger. Ich motivierte jeden meiner Schritte, mit dem Gedanken, dass es gleich Wurst und Brot gibt. Der Sprecher hatte echt Zeit meinen Namen noch rauszusuchen. Und wie er feststellte, dass ich aus Königswinter kam, „ Hahaha“ kam der Spruch: Nichts mehr davor und nichts mehr dahinter. Eine echte Rheinländerin lacht, kein Problem. Aber, dass ich so spät reinkam. Ich war doch eigentlich zufrieden mit mir. Ziel war erreicht, ein Marathon im Monat April. Schneewittchen das hast Du gut gemacht. Früher genau 2007 hätte ich nie gedacht, dass es Möglich ist jeden Monat einen Marathon zu laufen. Ich habe mich nach einem Marathon erst mal für eine Weile Regenerieren müssen. Nun, lauf ich einen nach dem anderen und ich meine sagen zu dürfen das ich die Regeneration so nicht mehr brauche. Mein Körper hat sich daran gewöhnt. Allerdings nicht an Situationen wie, ich habe jetzt auf der Stelle Hunger. Also hüpfte ich mit meiner Medaille um den Hals in den Verpflegungsbereich. Nur, wo war der? Kein Brot, kein Müsli, keine Getränke, man baute schon ab und bot mir lediglich drei noch vorhandene Bananen an. Bananen die ich wenn überhaupt eh auf der Strecke erhalte. Nein, die konnten die behalten! Der Preis zum Starten, diesen zahlen alle gleich. Aber, behandelt werden sie alle unterschiedlich. Mir kann auch keiner sagen, dann musst Du eben schneller laufen. Immer hin habe ich gerade einen Marathon gefinisht. Man kann nicht auf der einen Seite sagen, wir sollen verantwortlich mit unserer Gesundheit umgehen und nur diesen Aspekt beachten. Aber, auch der letzte Läufer sollte Respekt erhalten und sollte bis zum Schluss gut verpflegt werden. Hier starte ich nun nimmer und das mit Biel lasse ich mal lieber bleiben. Was mache ich, wenn ich nach 100 Kilometer nichts mehr zu Essen bekomme.

Soll ich etwa VERHUNGERN ?

Und so verlor ich an Motivation, erst mal denn eine Halbmarathonläuferin will ich nicht werden. Ich zeig doch Ausdauer, da sind doch gerade lange Einheiten was. Und so stellte ich was in Frage und meldete mich auch vorerst in Biel nicht an!

Liebe Grüße Schneewittchen Patricia