„respect“ –Lauf des LVN-Kreises Köln/Rhein-Erft und die Kreismeisterschaft im 10km-Strassenlauf des LVN-Kreises Köln/ Rhein-Erft

Respekt: „heißt nun Zurückschauen, Rücksicht, Berücksichtigen“

Alle Läufer verdienen Zurückschauend meine anmerkende Aufmerksamkeit beim Respect-Lauf! So sollte es nicht geschehen. Und so geschah es, ein Premierenlauf in den Händen von Helmut Urbach und Wolfgang Olbrich bleibt Euch nun so in Erinnerung

An alle Läufer bedanke ich mich für solch eine respektvolle Haltung und Toleranz.

Ihr alle habt Respekt verdient, für

  • zu langes Laufen
  • für Desorientiertes Laufen
  • für das Durchhalten und die Geduld
  • für das Warten an der Kaffeetheke, Siegerehrung, Urkundenausdruck
  • ……es hörte gar nicht mehr auf, es folgten Pannen über Pannen…die hätten nicht passieren dürfen
  •  

    Dafür an alle Respekt! Respekt! Respekt!

     

    Laufbericht von Patricia Marschall

    „Der Respect-Lauf in Köln-Niehl ohne Wendepunkt oder „Der Lauf bei dem irgendwas nicht stimmte“

    Was für Temperaturen am Sonntag des 10.10.2010. Normaler Weise heiratet man da, nein ich nicht schon wieder. Ich laufe dann lieber lustiger Weise um 10.10 Uhr einen Wettkampf in Köln-Niehl. „De Sonn sching“, das wird ein toller Tag. Ernst mein Trainer, schoss los und hielt am Anfang einen Schnitt von 3:50! Da wollte ich nicht mit halten. Aber, es bescherte mir einen schwungvollen Start und somit pendelte ich mich unglaublicher Weise auf 4:50er Schnitt ein. In der Ausschreibung stand:“Gelaufen wird eine flache Wendestrecke (…)“ und somit war ich beim Wendepunkt in 16 Minuten. Nach der mathematischen Frauenweisheit, glaubte ich beim hinlaufen so schnell vergehen 5 Kilometer wenn Du nur ein bisschen schneller läufst? So philosophierte ich mit mir im positiven Sinne. Alles in Ordnung mit dir, dass kommt nun alles vom zu vielen rennen. Hat man es dann irgendwann mit Wahrnehmungstäuschungen zu tun? Das man die 5 Kilometer nicht mehr so fühlt? Nee, im Ernst (der ja vor mir läuft) das geht nicht. Irgendwas stimmte hier nicht. Ich war so euphorisiert über meine gute Wettkampfzeit im Zwischenstück, da vergaßen sogar die inneren Schweinehunde sich bei mir zu melden. Auch, dass zählt zum gefühlten „irgendwas stimmt hier nicht“. Aber, bei mir stimmte alles: Ich lief stattdessen locker, völlig stabil und schnell weiter. Ich winkte fröhlich mir entgegenkommend meinem Ultraläufer Bernd zu und auch er lächelte. An einer Stelle standen rechts von mir Männchen in orangen Westen, keiner wies mir den Weg, ein Läufer in der Ferne noch vor mir, so dachte ich folge ihm.

    Lange Zeit kamen keine Läufer einem entgegen, es waren lauter Familien unterwegs. Keine wie in der Ausschreibung geschriebene „die Runde ist während des Laufs vollständig für den Verkehr gesperrt“. Ja, so dachte ich doch zeitweise welcher Verkehr zwischen Hund, Katze und Kinder“ Bin ich einem Hobbyläufer hinterher? Schon wieder der Gedanke „Irgendwas stimmt hier nicht“. Das bewirkte in mir, noch schneller zu laufen. Auch nicht schlecht! Dann in der Ferne eine Radbegleiter und ein Topläufer, die Betonung steht hier für ein Topläufer. Wo war der Rest? Wo ist eigentlich das Ziel? Nun, folgten nach einer Zeit dann doch schnelle Läufer. Und mittendrin mein Trainer Ernst. Lächelnd und winkend an mich den Hinweis „es gibt kein Wendepunkt, bis zum Hochhaus“. So, dachte ich na ja so viele haben sich ja nicht angemeldet. Ist wohl nur ein Topathlet angereist und der Rest ist Mittelfeld und (ich ganz stolz auf mein Trainer) er mittendrin. Wow, den Drück ich gleich extra im Ziel. Ein Blick auf meine Polarsensoruhr, dann % zuale Berechnung(was Frauen ja eigentlich nicht können, ich ja). Mein Entschluss, wie mir auch noch andere Läufer mitteilten drehte ich wie dieselben an dem imaginären Punkt. Also, in Freude wieder Bernd entgegen: Hinweis auch an ihn….es gibt kein Wendepunkt. Dann auf der Strecke ein Jüngling, der keine Richtung wies und nur so gelangweilt da stand. Befragte ich nach dem Ziel, dann noch einer der meinte es wäre nicht mehr weit. Dann kleiner Spurt Richtung Sportplatz in der Hoffnung, es geht nun rechts rum ins Ziel. Na Klasse ich werde ja damit verfolgt    “ Irgendwas stimmt ja hier nicht, jetzt muss ich noch einmal rum“. Ich völlig glücklich über meine PB Zeit und hier im Zielbereich „schlechte Stimmung“. Kein Wendepunkt, alle hatten ihre GPS Geräte vergessen und Schuld waren die Veranstalter mit ihren ehrenamtlichen Helfern oder der EDV Bereich, oder die Klotante die es nicht gab. Wow, dachte ich mir…..irgendwas stimmt hier nicht! Nun, mein Standartsatz auch beim endlos warten meiner Urkunde: „Respekt, Respekt“ was mussten sich alle Nichtläufer hier anhören. Viele waren hier nicht geübt in Toleranz. Was waren das für Zeiten, wo man ins Ziel lief und die Wettkampfzeit auf die Startnummer notiert wurde.

     

    letzte Aktualisierung
    28.06.2017

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