2015-Medoc 4

letzte Aktualisierung
28.06.2017

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LT-Schneewittchen

Hochalmlauf Rauris

Ich holte mein Kennzeichen an einer Almskihütte ab und wurde mit den Worten begrüßt LT Schneewittchen „was für ein süßer Name“.

Mein Berg war zu errennen auf 1753m (auf 6100 m 840 hm) ca. 60 Rivalen sehr nervös an der Startlinien. Es ging um eine Landesmeisterschaft im Berglauf im Rahmen der Int. Österreichischen Berglaufcup. Meine Vermutung stimmte, ein Knall und schon waren sie alle weg. Ich war gut vorbereitet, habe das Buch von Christian Schiester „Lauf ins Leben: Ein Buch zwischen Wahn und Sinn“ studiert und meine Wettkampfstrategie darauf angegangen. Nach einem Kilometer war ich schon so hoch, dass meine Sinne frei waren für die Kuhfladen. Die waren zu überspringen und mein Wettkampftempo konnte ich nicht drosseln. Fliegen die vielleicht vorher auf den Fladen saßen, verfolgten und jagten mich. Ich fand das so ekelig, dass ich schnell bei Kilometer drei war. Der Berg wurde immer kraftvoller und nahm mir alles und mein Kreislauf machte sich bemerkbar. Hier war mir klar, so was wie einen Hochalmlauf mache ich nie wieder. Nach dem ich drei Wanderer überholte, ich diesen sagte „sie sollen bitte noch langsamer gehen“ war ich wieder positiv denkend motiviert.

Den weiteren sitzenden Wanderer auf der Bank stellte ich allerdings die Frage bei Kilometer 4, ob sie die Veranstalter seien. Nach dem beide meinten „Nein“, sagte ich ihnen dass sie Glück gehabt haben „Ich hätte sie spätestens jetzt verklagt“. Sonst ging mir im Allgemeinen durch den Kopf, wie schaffen die anderen Teilnehmer nun hier rennend hoch? Ein Stück ging so was von steil als Wanderweg hoch, der war drei Mal schlimmer wie der Bittweg vom Peterberg. Völlig aus der Puste stand ich an einer Labestation, diese Stationen werden wohl in Österreich so genannt weil es mit Leib Christi was zu tun haben muss.

 

Ein Blick ins Tal hinunter, da kam mir der Kölner Dom in den Sinn. Nun, nur diesen haben wir. Aber die in Österreich haben was für meine Sinne und meinen Eindruck viel Gigantischeres. Es sind diese tollen Berge, dieses Kraftvolle. Ich war glücklich darüber, dass ich hier heute dran teilnahm. Diesen Augenblick werde ich nie vergessen. Die nächste Labesation ließ ich sogar ausfallen und freute mich über den Jubel meiner Kinder, die sich riesig freuten dass ich da plötzlich kam. Nett war auch der Zieleinlauf, sie bleibt noch unter 1:30 vielleicht schafft sie sogar noch unter 1:28…nein sie gibt noch alles und schafft 1:27. Danach war angesagt sich zu duschen ein Essen bekamen alle Läufer frei (Startgebühr war 14 €: inkludiert war ein T´shirt, ein Essen und die Fahrt wieder nach unten). Dann erholte man sich wie man wollte, ich erweiterte mein Fachwissen mit einem der Gewinner Platz 3 von der Landesmeisterschaft (wie ich später erst bei der Siegerehrung erfuhr). Genoss die Welt, die Musik die direkt neben unserem Tisch spielte und dann kam die Siegerehrungen. Nun, jetzt haltet Euch mal alle fest. Bei AK 35 wurde auf Platz 3 mein Name genannt. Ich erhielt einen Pokal, meinen ersten Pokal. Ich im Ausland und komme mit einem Pokal nach Hause. Hoffentlich bleibe ich auf dem Boden, aber glaubt mir das macht mich ja stolz! Wie sagen die in Österreich für alles „ Das paßt schon”.

hochalmlauf