2015-Medoc 4

letzte Aktualisierung
28.06.2017

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LT-Schneewittchen

Frankfurt rockt- oder der Schmerz geht die Strecke bleibt

Nach meinem Crosslauf im Sauerland ließ mich am linken Fuß der Muskel, die Sehen unter der Kniescheibe nicht in Ruhe. Einige Heilungsexperimente halfen einfach nicht. Sich um sich selbst zu kümmern in dem man sich dann noch zusätzlich mit einer Grippe noch ärgert ist sichtlich schwer. Nun folgte nach paar Tagen Ruhe dann wieder eine Grippe. Nur mit der Schulischen Medizin und einem ACE Pflaster deutete sich Heilung an. Laufverbot aus ärztlicher Sicht hatte ich 2 Wochen lang. Daher war grundsätzlich – schon ohne Training- Vorsicht geboten beim Laufen eines Marathons.

Nun zum Frankfurt Marathon: Beutelabgabe ist nach Männlein und Weiblein getrennt. Die Toiletten der Frauen immer viel zu voll. Probierte ich doch die Nutzung der Männer Toiletten aus. Es lässt gesagt sein: Die sind wie im wirklichen Leben auch dort schneller. Auffällige Unruhe im ganzen Messezentrum, im Bereich der Startaufstellung wurde man von Zuschauern gehindert sich einzuchecken. Wenn man jetzt nicht Lampenfieber hatte, dann bekam man diesen. Dann der Start und ein Lauf der sich eng an fühlte, in der Nähe befand sich der Pacemaker. Was mir schon am Anfang gefiel, war die wirklich gute Stimmung und Abwechslung nach fast jedem Kilometer. Man darf wirklich betonen Frankfurt rockt ab. Die Abstände der Abwechslung werden aber im Verlauf größer und das sind die zu nennenden langweiligen Streckenabschnitte. Schon nach wenigen Kilometer deuteten sich leichte Muskelschmerzen unter dem Schienbein an. Wie tausend Nadelstiche innerhalb der Muskulatur dachte ich zum ersten Mal in meinem Leben darüber nach auszusteigen. Ganz überrascht über mich selbst, kamen mir Motivationsgedanken die mir einfach sagten „Lauf nach Hause, lauf in die Halle, lauf und hol dir Deine Medaille und geb nicht auf. Tatsächlich kann man ab Kilometer 25 das so sehen, denn es geht wirklich zurück. Also, nun startete ich für mich einen (Wett)Kampf: Schaffe ich es, oder schaffe ich es nicht? Ja, mit Menschen schafft man das! Gerade im hinteren Bereich entdecke ich viel mehr Menschen mit sozialem Verhalten, einfach so einfach nur für dich. Was ein Lacher auf die Strecke bringt, ist mein deutlicher lautester größter Schrei meines Lebens kurz vor dem Ziel in die Zuschauermenge zu schreien: Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr. Alle riefen im Chor zurück: Was? Kurz vor dem Ziel. Lauf, lauf Patricia, lauf!!! Und alle lachten und applaudierten im Takt! Und dann kam das, was Frankfurt ausmacht. Eine abgedunkelte Halle, zart beleuchtet, roter Teppich und PAAAARTY! Ich hatte es geschafft, ich hatte es geschafft! Marathon Frankfurt in der Tasche! Silberregen flatterte und lag auf dem Boden. Cheerleaders tanzten mit Pompon. Das war einfach nur geil! Nach meinem 21 gefinishten Wettkampf in diesem Jahr, meinte mein Vater: „Kind es ist an der Zeit, Du brauchst einen eigenen Masseur“. Einen eignen für jeden Wettkampf! Ja, mal schauen. Denn meine Erkenntnis für alle Marathondistanzen sind: Der Schmerz geht, die Strecke bleibt!