2015-Medoc 4

letzte Aktualisierung
28.06.2017

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LT-Schneewittchen

Drei auf einen Streich oder bevor die Wechseljahre kommen

Nun Power ich für mich los und es läuft zu meinem „Erstaunen“ unglaublich erfolgreich. Meine Anstrengungen werden belohnt. Und das Laufen macht noch mehr Spaß, es entwickelt sich eine Leidenschaft ständig die Schuhe an den Füssen haben zu wollen.

Nach dem Hochalmlauf mit Pokal in den Händen, startete ich als nächstes beim Königswintere Sommernachtslauf. Marlen Günther versprach mir, mich wieder reinzuziehen. Aus Angst davor, (denn mit Marlen das kann auch weh tun) dachte ich mir lauf einfach schneller, dann kriegt sie dich nicht.

Zu meiner Überraschung hatte ich eine lauthalsschreiende Fanmeile und dass in der Fußgängerzone von Königswinter. Dort saßen bekannte Gesichter vom Turnverein Königwinter. Nebenbei Versuche ich montags, noch ein Sportabzeichen zu absolvieren. Das Geschreie, war pures antreiben für mich. Ich rannte stabil, voller Spaß und so schnell das ich 5 Minuten schneller als letztes Jahr war. Und belohnt wurde ich mit AK Platz 2. Mit einer Zerrung/Krampf im unteren linken Oberschenkel humpelte ich nach Hause, knallte mir ein ACE Pflaster drauf und ging für meine Verhältnisse früh schlafen. Es folgte nach paar Stunden wieder ein Wettkampf und zwar der „Sengbachtalsperren- Halbmarathon“. Er erinnerte mich abgeflacht an Läufe durch Österreich. Langgezogene langsame Steigungen fanden meine Oberschenkel klasse. Sie jaulten auf und solidarisch meinte der rechte Oberschenkel, der ja den linken mehr ersetzten musste, er müsste sich mit ihm verbünden und daher jaulten beide. Ich spürte irgendwann: Müde Beine. Träumte von Magnesium und Kirschsaft, damit die Laktate verschwinden. Der innere Schweinehund, war dann quasi verfrüht an der ersten Verpflegungsstelle pünktlich da. Der Helfer fragte, ob ich aussteigen wollte. Hä? Sah ich so schlecht aus, oder was hatte ich denn gesagt. Aussteigen? So, lief ich kopfschüttelnd weiter, das hat mich ja noch nie einer beim Wettkampf gefragt. Nach 11 Kilometer immer wieder hoch und runter und nicht wissend wie der Streckenverlauf sich noch zeigen wird, hatte ich dann Olaf die Radbegleitung an der Backe. Überholt wurde ich von einem 70ig-Jährigen und die Walker ohne Stöcke hatte ich auch noch vor mir und nicht hinter mir. Wow, was für eine Motivation. Damit dies alles noch getoppt wird, pafff folgte ein Regenschauer wie ein Wasserfall vom Himmel. Die beiden Beine, bekamen eine Abkühlung jaulten nicht mehr. Olaf der arme Begleiter, fing es frieren an. So langsam ist der wohl noch nie Rad gefahren. Er wusste und klagte (aber bewunderte mich auch) an jeder Verpflegungsstelle: „ Die zieht das durch“. Und ich zog das durch, der Urkundenausdruckermensch wollte mir keine Urkunde geben. Hä? Was ist hier nur los in Sengbach. Mein Name ertönte auf der Bühne: Ich hatte AK Platz 2 und gewann ein T`shirt. Nun, folgte eine Woche Regeneration.

Es folgte gestern der Wettkampf 50 Kilometer in Hitdorf. Nicht viele Teilnehmer aber zusammen mit Bernd Zitzen ging`s an`s Runden zählen. Die ersten Runden waren für mich flott vorbei, allerdings schwächelte mir mein Bernd. Er schleppte eine Husten mit sich, und sinnvollerweise stieg er bei Kilometer 30 aus. Ab Kilometer 23 war uns das klar, so lief ich ab da an alleine. Da man alle fünf Kilometer aussteigen darf, reduzierten sich die Läufer und dann wurde ich am Rundencheckpoint entweder mit den Worten begrüßt: Patricia mit dem Smart, geht in die letzte Runde. Am Verpflegungsstand dann Worte wie, gleich sind sie fertig. Dann irgendwann am Rundencheckpoint: Und hier ist sie Patricia Marschall im Ziel….. Hä? Ziel ? So klärte sich ein Missverständnis auf, und mit diesem Missverständnis lief ich ja paar Mal die Runden und ich fragte mich, wieso die mich hier demotivieren und nicht motivieren. Im Internet standen zwei Schlusszeiten und zwar einmal 16 Uhr und einmal 17 Uhr. Ich wollte die 17 Uhr und zack war ich in der nächsten Runde zum Dilemma der Organisatoren am Rundencheckpoint und finishte für mich meinen 2 Ultralauf. Dann holte man mich aus dem Rennen! Grrr. Na ja, was bescherte mir dieser Lauf? Na was meint Ihr? Ha, AK 1 Platz. So, kann es weiter gehen. Liebe Grüße Patricia