2015-Medoc 4

letzte Aktualisierung
28.06.2017

Besucherzähler Für Homepage
 

bar

LT-Schneewittchen

Fürth Halbmarathon bei Nürnberg

Jetzt am Wochenende fand erst zum dritten Mal der Fürther Marathon statt. Das besondere hier, dass Startgeld wird nicht in Topathleten umgesetzt. Alle Läufer erhalten vorab eine wunderschöne Sporttasche, der Inhalt sind keine kleinen Proben sondern man erhält riesen Tuben und Flaschen zur Probe. Die Messe findet nicht in einem Zelt statt, sondern draußen auf dem Marktplatz. Mit einem Gutschein erhält man, wenn man diesen einlöst eine Läuferbibel für Erwachsene oder Kinder. Dies sei hier zu erwähnen, denn auch der Glaube in Bayern der Franken spielte für mich später „Jesus läuft mit“ eine lustige Rolle. Direkt am Samstag fand dann der Kinderlauf statt, alle Kinder erhielten ein tolles rotes Laufshirt und womit man hier nicht gerechnet hatte der Andrang war hier riesig. Im letzten Jahr liefen 300 Kinder mit und in diesem Jahr kam man auf 1000 Kinder. Da die da unten im Süden des Auslands, dann doch nicht so spontan sind passierte folgendes. Startschuss der kleinsten Bambinis 2 bis 3 Jahre, sollten 200 Meter bewältigen. Also einmal die Straße ein wenig hoch und einmal wieder zurück. Logistik Klasse alle Kinder die noch zum Strassenende liefen wurden von den schon zurücklaufenden erschreckt. Super viele Kinder verloren somit Panikhaft die Orientierung, weinten nur noch und viele Kinder stürzten zu Boden. Also, überlegte man wie man, dass für die etwas älteren Kinder hinbekommt. Man stellte also Streckenposten Mitarbeiter in die Mitte und er erklärte den größeren: einmal links herum laufen und rechts zurück kommen und dann das ganze noch mal. Nun, gut ich bin nicht auf dem Laufenden ob alle wissen wo rechts und links ist. Startschuss und eine vierfache Menge an Kinder liefen um ihr Leben. Einmal rechts um den ersten Streckenpostler und dann wieder links herum. Mein Marcel wurde von einer Marathonläuferin (eine Bekannte von mir) begleitet, die dann im Gewühl meinen Sohn suchte und somit ihren ersten Wettkampf erlebte auch rückwärts zu laufen. Ein Chaos entstand, dass hättet ihr erleben müssen. Gracia wurde auch von einer Marathonfreundin begleitet und die zwei erlebten einen Wettkampf im Gänsefüsschenmarsch. Die Freundin aus Fürth erklärte mir, nach dem ich fragte wieso man kein Band zog oder eine Menschenkette, die sind hier nicht so spontan im Denken wir sind doch Franken.

So, nun was kommt da auf mich zu. Am Sonntag, da war ich dann dran. Kein reger Verkehr die Taschen abzugeben. Die Toiletten, viele davon Frei und einfach zu nutzen. Ich hätte dann auch noch fünfmal gehen können, alles kein Problem. Einchecken, keine Boxen wir werden alle gemeinsam laufen. Stimmungsmacher, die wurden vergessen. Dann wurde Rückwärts gezählt und man trabte los. Ich merkte gar nicht, dass wir schnell trabten. Und somit begann auch ein toller Lauf. Viele zusammen und gemeinsam und ab ging es durch den Stadtgarten. Schwups waren schnell zwei Kilometer vergangen und schon ein Getränkestand. Diesen und auch weitere die immer nach zwei Kilometer kamen inklusive einer Musikstimmungsband ließ ich dann aus. Es lief einfach rund. Einmal wäre ich fast stehen geblieben, weil dort ein wunderschönes Flötenkonzert kam. Und dann kam mein Auftrag. Ich sah von weitem einen Obi Jungen der einfach nicht mehr konnte. Ich stellte mich als Schneckencoach vor und fragte nach seinen Beschwerden. Er dachte wohl, so ein scheiß jetzt muss ich weiterlaufen –hier gibt es Schneckencoach-. Ich quasselte ihn dann voll, fragte nach ob Obichef ihn genötigt hätte hier heute zu laufen. Dann brachte ich ihm Atemtechnik bei und seine Seitenstechen verschwanden. Danach meinte er, seine Schuhe (er lief in Sneakers) wären an allem Schuld. Und dann setzte ich Manipulative Gedanken ein. Der arme junge Mann, war erst 16 Jahre und hatte noch verdammt viele Kilometer vor. Es hat mir unendlich Spaß gemacht, ihn mitzuziehen und wenigstens hatte ich mal jemanden dabei der sich auch beklagte, dass es hier zu wellig und bergig ist. Ich war richtig stolz, dass ich in einem durch alles hoch und runter laufen konnte. Man wurde auch verdammt gut belohnt, plötzlich ging es durch eine grüne Markthalle –mittendurch- über einen knallroten super weichen Teppich. Dann über einen Sportplatz, über die weichste Wiese der Welt und dann kam die Jesusfrau. Gabriele schickte der Himmel, mein Obijunge brauchte wirklich jetzt von zwei Beistand. Er musste ganz schön Kämpfen. Ich kämpfte derweilen mit Berge die zu laufen waren. Sie beruhigte mich mit den Worten, dass ist der letzte und dann kommt nie wieder einer. Kurze Zeit später wieder paar Kilometer in den Beinen, mein Schock der nächste Berg. Sie schlug mir auf die Schulter und sagte, nein das ist kein Berg: Das ist nur ein langsame Steigung. Der Brüller für mich und das Siebengebirge. Mensch, hab ich gelacht und das mit ihr und dem Obijungen zusammen bis zum Ziel. Zur Belohnung – und da darf ich jetzt angeben- gab es am Ziel Prosecco für alle Finisher. Ein Lauf, der war wirklich gigantisch und hat riesen Spaß gemacht. Die Menschen dort, feierten den Tag und alle Zuschauer an der Strecke gaben richtig Gas beim Anfeuern. Am nächsten Tag – jetzt darf ich wieder angeben- sind wir zusammen zum Outletstore von Adidas, Puma usw. gefahren und haben echte Schnäppchen gemacht. Mal schauen, was ich da im nächsten Jahr anstelle. Die Strecke wird verändert und zwar geht es dann von Fürth nach Nürnberg und da sollte ein LT Schneewittchenläufer nicht fehlen. Es sind ja da nur langsame Steigungen! Lieben Gruß Patricia